Es hat lange, sehr lange gedauert, aber jetzt ist es endlich soweit. Seit kurzem unterstützt Oracle auch Oracle Linux 9 auf den physischen OLVM/KVM Servern. Was muss man dabei beachten?
- Die Server müssen mit Oracle Linux 9.6 oder neuer unter der Verwendung vom UEK8 (Linux Kernel 6.12.0) installiert werden.
- Es gibt eigene Pre-Check-Scripts, die man vor der Installation von OLVM auf den Servern laufen lassen muss. Diese sind im
oracle-ovirt-release-45-el9RPM enthalten, im Oracle Linux 9 BaseOS Latest Channel enthalten ist. - Der Oracle Linux Virtualization Manager 5 kann jetzt in einer Self-Hosted Variante als VM direkt unter OLVM betrieben werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit eine weiteren physischen oder virtuellen Server für OLVM Manager zur Verfügung zu stellen.
- Oracle hat für OL9 KVM Server schon entsprechende Hardwarezertifizierungen durchgeführt und öffentlich gemacht. Zum aktuellen Zeitpunkt sind schon über 460 Server von ca 25 Herstellern zertifiziert.
Die Installation erfolgt, wie schon mit OL8, beginnend mit einer Minimal Installation auf die man dann die oVirt 4.5 sowie oVirt 4.5 Extra RPMs installiert. Auch an das Upgrade der vorhandenen OL8 KVM Server hat Oracle gedacht. In der Dokumentation findet man eine entsprechende Anleitung. Allerdings hat es sich Oracle hier sehr einfach gemacht:
- Voraussetzung ist OLVM Manager 4.5
- Alle VMs auf einen anderen physischen Host verschieben
- Den Host, der aktualisiert werden soll in den Maintenance Mode bringen und dann aus der Konfiguration entfernen.
- Den Host neu mit Oracle Linux 9.6 Minimal Installation aufsetzen und oVirt installieren
- Den Host wieder in die OLVM Konfiguration hinzufügen.
Damit man Support für die Oracle Virtualization erhalten kann, benötigt man eine Oracle Linux Premier Plus Support Subscription.
Weitere Informationen und Details findet man in der Oracle Linux VM 4.5 Dokumentation.
